11.04.2016

FOCUS Nr. 10/16: Vernunft statt Hysterie, Experimentierfreude statt Moralismus

Im FOCUS Magazin Nr. 10/16 der Titel zur Lage der Nation: Über 30 Beiträge, von Wolfgang Schäuble, Peter Sloterdijk und Volker Schlöndorff bis hin zu Ursula von der Leyen, Jonathan Meese und Palina Rojinski, zeichnen das Psychogramm einer verunsicherten, aber verantwortungsbewussten Republik.

Was mir wichtig war, gesagt zu haben: "Die neue Welt ist unübersichtlich, angriffslustig und ungehorsam. Sie ist radikal globalisiert und fragmentiert, einnehmend kompetitiv und gespenstisch disruptiv. Der alte Nationalstaat, seit Jahrzehnten von sich überzeugt, er sei alleiniger Macher und Bestimmer, der Größte statt nur Größe, leidet an diffusem Ohnmachtsgefühl. Seine Gesellschaft offenbart Verunsicherung und Überforderung, irrationale Ängste und übereilte Hysterie vergiften nationalen Denkboden. Auch Teile Deutschlands ersehnen nationalistische Verbarrikadierung, schleichen über kleingeistig-bekannte Pfade und moralisieren jedwede Debattenkultur tot. - Es gibt kein Zurück. Die Wandel sind nicht aufzuhalten; sie sind mitzugestalten. Deutschland, beruhige Dich. Deutschland, sei gelassen. Merkels "Wir schaffen das" ist unsere Blaise Pascalsche Wette. Wir schaffen das mit Offenheit und Reformfähigkeit, mit dem neuen deutschen Siegel Pragmatismus. Wir brauchen schrankenfreies Denken, schablonenloses Tüfteln, und vor allem Menschen, die sich zuhören. Mein Deutschland schafft das - mit Vernunft statt Hysterie, mit Experimentierfreude statt Moralismus."

Focus Nr. 10/16, 2016

Foto von Benjamin Zibner, Focus Nr. 10/16, 2016 

Foto von Benjamin Zibner, Focus Nr. 10/16, 2016 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen